Fragiles Gleichgewicht
2025
Acryl
90 × 100 cm
In diesem Werk wollte ich jenen Zustand festhalten, in dem der Raum zu vibrieren scheint: lebendig, atmend, in Bewegung und dennoch seine Form bewahrend. Jedes Farbfragment entstand wie ein Impuls, eine kleine innere Schwingung, die ich mit dem Spachtel einzufangen versuchte. Mich interessierte das Gefühl von Fragilität, wenn Ordnung zwischen widerstreitenden Kräften nur knapp bestehen bleibt. Farbblöcke stoßen aufeinander, überlagern sich und lösen sich ineinander auf. Aus diesen Begegnungen entsteht ein instabiles und dennoch wirkliches Gleichgewicht. Es lässt sich nicht ein für alle Mal festschreiben, sondern bleibt im Fluss, ähnlich wie das Leben selbst. Beim Malen hatte ich das Gefühl, die Struktur nicht zu konstruieren, sondern ihrem Erscheinen beizuwohnen, als würde der Raum selbst seine feine Grenze sichtbar machen.
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